Job der Zukunft – der Roboter?

Irina

In letzter Zeit wird viel über die Digitalisierung des Arbeitsplatzes gesprochen. Ich stelle mir die Frage, wie weit die Digitalisierung gehen wird. Wird die neue Technik den Menschen unterstützen? Oder wird es in der Zukunft sogar so weit gehen, dass die Technik den Menschen ersetzen kann?

Natürlich kennen wir schon viele technische Geräte, die uns bei unserer tagtäglichen Arbeit unterstützen. In der Produktion, der Herstellung, bieten diese einen großen Mehrwert. Kosten- und Zeitersparnis – diese zwei Punkte haben einen hohen Stellenwert in der Industrie.

Jedoch hat auch die Digitalisierung eine Kehrseite. Niedriglöhner, die oft viele Tätigkeiten per Hand ausführen, werden ersetzt, da diese Tätigkeiten auch von Robotern erledigt werden können. Das hat zur Folge, dass diese Arbeitnehmer nach einer neuen Perspektive suchen müssen. Meiner Meinung nach ist das Reisebüro ein gutes Beispiel: Heutzutage werden viele Reiseangebote über das Internet angeboten. Gemütlich sonntagabends aus einer Vielzahl von Reiseangeboten wählen und dabei nicht extra ins Reisebüro fahren zu müssen, das empfinden viele als großes Plus. Dabei leiden jedoch die traditionellen Reisebüros, die bisher über ihre Beratergespräche ihren Kundenstamm pflegen konnten.

Jedoch auch andere Berufe könnten in der Zukunft betroffen sein. So geht aus einer aktuellen Studie hervor, dass 42 Prozent der Beschäftigten in Berufen arbeiten, in denen eine Automatisierung des Arbeitsplatzes in Betracht gezogen werden muss. Eine recht hohe Zahl wie ich finde. Wird tatsächlich fast jeder zweite Arbeitsplatz in Gefahr sein?

Zu diesem Thema scheiden sich die Geister. Die einen glauben, dass es wegen Industrie 4.0  kommen wird. Andere wiegeln das ab und sehen die Digitalisierung nicht als eine solche große Gefahr für den Beschäftigten. Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten, es wird definitiv Veränderungen geben. Machen Berufsgruppen wird es mehr treffen als andere. Eine mögliche Berufsgruppe ist der LKW- Fahrer. Man muss sich das vorstellen: Es fahren LKWs ohne Fahrer. Menschliche Fehler, wie zum Beispiel Autounfälle, können dank der neuen Technik vermieden werden. LKWs können so 24 Stunden durchfahren. Bis die Technik soweit ausgereift ist, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Aber wenn der Zeitpunkt dann doch gekommen ist, werden es die LKW-Fahrer schwer haben einen Arbeitsplatzersatz zu finden.

Es gibt noch weitere Modelle, die geplant sind. Diese sollen eher die Beschäftigten unterstützen: So existiert beispielsweise bereits bei VW ein Pilotmodell mit einer 3D-Datenbrille. Die VW Gruppe sieht das als ein sinnvolles Hilfsinstrument, das den Ablauf in der Kommissionierung verbessern soll. Das Pilotprojekt ist schon so weit vorangeschritten, dass diese Brille bereits für viele in Wolfsburg zur Verfügung steht und sogar weitere Standorte in Betracht gezogen werden.

Ist der Roboter also doch nicht so eine große Gefahr für die Beschäftigten? Ja und nein, es werden Roboter eingesetzt, die einfache Hilfstätigkeiten verrichten können. Dabei steht hier die Unterstützung des Arbeitsnehmers im Vordergrund. Doch durch diese Unterstützung wird der gesamte Arbeitsablauf verändert und damit muss der Beschäftigte jetzt oder in naher Zukunft rechnen.

Lassen wir uns von der Zukunft mit all seinen Möglichkeiten überraschen!

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