So ein Unsinn – Recruiting im Jahr 2020

Als ich den Artikel im Harvard Business Manager zum Thema „Recruiting im Jahr 2020“ (Ausgabe 11/2012; Online: 25.2.2013) gelesen habe, stellten sich mir die Nackenhaare auf. Der Artikel belegt, wie sehr Unternehmen dem Hype um Trends im Recruiting verfallen, Sinn und Verstand aber oft ausschalten. Assessment Center und Persönlichkeitstests allerorten, Menschenkenntnis und ökonomischer Sachverstand – Fehlanzeige! Der immer pauschalere Einsatz dieser Instrumente, auch für Positionen mit Bewerbermangel, bringt kein Unternehmen weiter. Es wird über den Fachkräftemangel geklagt, die Demographie beschworen, dennoch tun die meisten Unternehmen so, als könnten sie aus einer Fülle an Arbeitskräften wählen. Die Wahrheit ist eine Auswahl zwischen „Pest und Cholera“! Viel mehr noch, sie „verjagen“ auch noch die guten und interessierten Bewerber. ACs werden sogar bei der Gruppe an Personen durchgeführt, die vom Wettbewerb heiß begehrt, gut bezahlt und anspruchsvoll sind. Solange Unternehmen selbst Kandidaten aus dem Headhunting (die vom Personalberater ob ihrer fachlichen wie persönlichen Eignung geprüft sind und die keinen Wechsel nötig haben) den fadenscheinlichen 2.0-Instrumenten aussetzen, muss sich niemand wundern, keine geeigneten Personen für eine Vakanz einstellen zu können. Im Jahr 2020 wird dies noch umso deutlicher werden. Man möchte diesen Unternehmen zurufen „Viel Glück, Sie werden es brauchen!“

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