Homeoffice für alle

Sabrina P.

11.19: Ein Job im Homeoffice erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Das Home-Office ist „Ein mit moderner Kommunikationstechnik ausgestattetes Büro im eigenen Wohnhaus“ so der Duden. Für viele ein Traum – die Erleichterung, nicht mehr pendeln zu müssen. Kein Stau, keine Hetze und vor allem viel Selbstbestimmung und Freiheit. Vor dem zu Bett gehen noch einmal schnell die letzten Emails checken, nach Feierabend noch ein Telefonat.

Die Option des selbstständigen Arbeitens von zuhause stellen sich viele Arbeitnehmer als beruflichen Himmel auf Erden vor. Arbeiten nach dem eigenen Belieben. Wer es aber dennoch gewohnt ist, nach einem vorgegebenen Rhythmus zu arbeiten, ist mit den Freiheiten des Home-Office gegebenenfalls überfordert.

Könnte nicht auch die ständige Erreichbarkeit ein Grund sein, Arbeit und Freizeit nicht mehr effektiv trennen zu können? Eine vorgegebene Tagesstruktur könnte fehlen, die dazu führt, dass einige ihren Arbeitstag im Pyjama bestreiten, beim Mittagessen nebenher den Laptop nutzen oder zwischendurch Aufgaben im Haushalt erledigen. Die Vor- und Nachteile im Homeoffice lassen sich aus verschiedenen Perspektiven betrachten.
Für viele Beschäftigte gilt die Option bereits schon als natürliche Selbstverständlichkeit.

In der Ansprache eines Headhunters ist das Homeoffice oft bereits die Grundvoraussetzung für einen Wechsel. Homeoffice, Work Life-Balance, Auszeiten für Sabbaticals, ehrenamtliches Engagement oder auch seit neustem E-Bikes, empfinden gerade jüngere Arbeitnehmer als schöne Benefits. Zusatzleistungen wie diese sind das neue Gehalt und auch Aushängeschild eines modernen Unternehmens. Die Arbeitsgeberbewertungsplattform „Kununu“ hat über 55.000 Sucheingaben zum Thema Benefits ausgewertet. Mehr als 51 Prozent der Nutzer gaben „flexible Arbeitszeiten“ an, jeder Dritte das „Homeoffice“. Vergessen wird in den meisten Berufen jedoch, dass die Arbeit von Zuhause gar nicht zum Job passt. Verfahrensingenieure, Produktionsleiter & Co. aus dem Homeoffice?
Aktuell diskutiert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ob Mitarbeiter zukünftig ein Recht auf Homeoffice haben, denn in der Vergangenheit konnten Arbeitnehmer nicht einfach einfordern, von zuhause arbeiten zu dürfen. Bis zu einer möglichen Gesetzesänderungen unterliegt es dem unternehmerischen Handeln des Arbeitgebers, ob eine Homeoffice-Regelung eingeführt wird oder nicht. Zuletzt hatte sich die SPD in dem Bereich für neue gesetzliche Grundlagen ausgesprochen, da „Homeoffice für Millionen Arbeitsplätze möglich sei und mehr Spielraum für Familienzeit schafft.“ Aktuell könnten 40 Prozent der Arbeitnehmer aus dem Homeoffice arbeiten, aber nur zwölf Prozent bekämen diesen Wunsch vom Vorgesetzten erfüllt.

Was denken Sie? Leidet die Produktivität im Homeoffice? Oder sehen Sie vor allem die Vorteile der Heimarbeit? In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine wundervolle Vorweihnachtszeit im „Home Sweet Home“!

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