Frustration – der neue Mitarbeiter ist schon wieder weg

Alex R.

Ist es dem Unternehmen endlich gelungen, eine längt vakante Stelle zu besetzen, beginnt oft die wichtigste Phase: die Motivation des Mitarbeiters.

Wo es bei Vertriebspositionen zuallererst auf die Führung ankommt, spielen bei besonders gesuchten Spezialisten wie Ingenieuren die internen Rahmenbedingungen die größere Rolle. Ein Verlustrisiko entsteht dann, wenn die Erwartungen des neuen Mitarbeiters auf alltägliche Probleme treffen oder Versprechen dauerhaft nicht eingelöst werden.

Da werden neue Mitarbeiter unter Zeitdruck mangelhaft eingearbeitet, ein Mentor, d.h. ein persönlicher Ansprechpartner steht nicht zur Verfügung, unerfüllbare Gehaltsversprechungen oder abweichende Aufgaben machen sich früh bemerkbar. Organisationsänderungen und Kompetenzen sind unklar kommuniziert, Machtkämpfe finden statt, der Vorgesetzte wechselt und die Aufgabe wird kurzerhand geändert. Treffen diese Punkte dann einen Mitarbeiter, der keine regionale räumliche und persönliche Bindung hat, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Unternehmen den gerade gewonnen hochqualifizierten Mitarbeiter wieder verliert.

Wir sind oft überrascht, wenn Mandanten nicht einmal die einfachsten Mittel kennen oder einsetzen, beispielsweise können vertragliche Elemente, ein früher Weiterbildungsplan oder automatische Gehaltsanpassungen in den ersten beiden Jahren einen frühen Wechsel verhindern helfen. Entscheidend jedoch ist der Vorgesetzte. Nimmt er sich Zeit für den Mitarbeiter und trägt sein Führungsstil zu einer positiven Teamarbeit bei, gelingt es meist trotz problematischer Umstände, den Mitarbeiter von einem erneuten Wechsel abzubringen.

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